Corona-Gespräche: Die Mama von Poldi

Bild von Vnukko auf Pixabay

Vor einigen Tagen wurde eine Sprachnachricht auf Whatsapp in Windeseile weiterverbreitet. Dort behauptete Elisabeth, die Mama vom Poldi, sie wüsste von ihrer in einer Uni-Klinik arbeitenden Freundin, dass in Italien die heftigen Covid-Verläufe im Zusammenhang mit der Einnahme von Ibuprofen stehen.

Nachricht von der Mama von Poldi

Hier sollten alle Alarmglocken läuten. Denn das Muster ist typisch für Fake-News. Gerade eben las ich von jemanden, der auf Facebook seine Information zu einem mutierten Sars-Cov-2-Virus mitteilte. Dort war die Informantin die Tochter der Steuerberaterin, die in Italien tätig ist. In diesen und vielen anderen Fällen wird eine gewisse Kompetenz hervorgehoben. Mal durch fachliche Nähe, mal durch räumliche. Aber es gibt keinen konkreten Hinweis, der den jeweiligen Insider identifizierbar macht.

Da auch der Wirkmechanismus von Poldis Mama nicht enthüllt wird, handelt es sich bei der Sprachnachricht um eine absolute leere Information. Es ist noch niemals ein Autoritäts(schein)argument, da die Autorität im Dunkeln bleibt.

Interessant ist der Fall, da anschließend die WHO für eine kurze Zeit tatsächlich vor dem Schmerzmittel gewarnt hat. Doch das rettet die Whatsapp-Nachricht nicht. Eine stehen gebliebene Uhr zeigt auch 2 Mal am Tag die richtige Uhrzeit, dennoch kann man sich nicht auf sie verlassen.

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